Son // Kuba
Submitted by admin on 18. Mai 2009 14:53 | No Comment
In den 20er Jahren eroberte der lebhaftere Son die Gunst des Publikums. Er entwickelte sich parallel zu Danza und Danzón, nahm aber stärker afrokubanische Elemente auf. Diese typischste aller kubanischen Folkloreformen entstand in den ländlichen Gebieten des Ostens Kubas. Den Son charakterisiert der stete Wechselgesang zwischen Sänger und Chor. Im Trio ausgeführt, benutzt der Sänger zur Vorgabe des Rhythmus Klanghölzer oder Maracas (Rasseln), er wird begleitet von zwei Gitarristen, die den Refrain singen (an Stelle einer Gitarre tritt in der ursprünglichen Form die Tres, eine kleine Gitarre mit drei Doppelsaiten). Von Santiago kommend, eroberte der Son die Salons Havannas. Er wurde jetzt allerdings von Sextetts und Septetts gespielt, unter Verwendung einer Reihe afrokubanischer Rhythmusinstrumente wie Bongos und Marimbulas. Mit dem Son Montuno, einer schnellen und temperamentvollen Variante aus den Bergen des Ostens, und großer Orchesterbesetzung hatte der legendäre Benny More großen Erfolg in den 50er Jahren. In Guantanamo, ebenfalls im Osten der Insel, steht die Wiege des Changüi, einer langsameren Sonform, die aber selten über die provinziellen Grenzen hinausgekommen ist.
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